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Dionysius I Telmaharoyo (Latin: Dionysius Telmaharensis, Syriac: ܕܝܘܢܢܘܣܝܘܣ ܬܠܡܚܪܝܐ, Arabic: مار ديونيسيوس التلمحري), also known as Dionysius of Tel Mahre, was the Patriarch of Antioch, and head of the Syriac Orthodox Church from 818 until his death in 845.

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  • Als Pseudo-Dionysius von Tell Mahre wird ein im 8. Jahrhundert lebender christlicher syrischer Geschichtsschreiber bezeichnet. Der anonyme Autor verfasste eine Chronik, die irrtümlich vom 18. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts von Orientalisten wie Giuseppe Simone Assemani und Jean-Baptiste Chabot dem Patriarchen Dionysius von Tell Mahre (9. Jahrhundert) zugeschrieben wurde. Der Fehler wurde 1896, unabhängig voneinander, von Theodor Nöldeke und von François Nau erkannt. Der syrische Mönch (nunmehr Pseudo-Dionysius von Tell Mahre genannt) verfasste seine bis 775 reichende miaphysitische Weltchronik wohl im Kloster Zuqnin bei Amida. Aus diesem Grund wird das Werk heute auch oft als Chronik von Zuqnin bezeichnet. Das Werk ist grob in vier Teile aufgeteilt. Der anonyme Autor griff auf verschiedene Quellen zurück, so auf die Kirchengeschichte des Eusebius von Caesarea, auf die des Sokrates Scholastikos, auf die Josua Stylites zugeschriebene Chronik sowie auf den zweiten, heute verlorenen Teil der Kirchengeschichte des Johannes von Ephesos. Für Ereignisse im 8. Jahrhundert konnte sich der Autor auch auf eigene Erfahrungen stützen. Der in syrischer Sprache schreibende Autor konnte wohl kein Griechisch und griff deshalb auf syrische Fassungen der Kirchengeschichten des Eusebius und des Sokrates zurück. Bei der Chronologie der Ereignisse datiert der Autor von der Schöpfung, von Abraham sowie nach der Zeitrechnung der Seleukiden. Der Autor stellt in seiner Weltchronik für die Zeit nach der arabischen Eroberung (ab den 730er Jahren) das Leben der christlichen „Dhimmis“, den „Schutzbefohlenen“ des Kalifen, in den Mittelpunkt. In diesem Zusammenhang zeichnet er ein eher düsteres Bild. Er schildert Verfolgungen von Christen durch die Araber (etwa in Armenien) sowie die drückende steuerliche Abgabenlast, die die Christen zu entrichten hatten; auch Folter sowie die Zerstörung christlicher Klöster und Siedlungen wird beschrieben. Die Chronik stellt, obwohl literarisch nicht besonders anspruchsvoll, eine wichtige und weitgehend zuverlässige Quelle für das Leben der christlichen Untertanen im Kalifat des 7. und 8. Jahrhunderts dar und vermittelt ein teils wenig tolerantes Bild von einigen islamischen Herrschern jener Zeit, das aber als authentisch anzusehen ist. Für den Autor ist die drückende Fremdherrschaft eine Strafe Gottes für die Sünden, welche die Christen auf sich geladen hätten. Das Manuskript der Chronik (das aus dem 9. Jahrhundert stammt) wurde 1715 von G. S. Assemani in Dair as-Suryan (Ägypten) erworben und befindet sich heute in der Biblioteca Vaticana (Vat. syr. 162). Einige fehlende Seiten wurden 1842 aus demselben Kloster von Henry Tattam gekauft und werden heute in der British Library aufbewahrt. (de)
  • Dionysius von Tell Mahre bzw. Dionysius Telmaharensis (* 773; † 845) war von 818 an monophysitischer Patriarch der Syrisch-Jakobitischen Kirche und ein Chronist der östlichen Christenheit. Dionysius stammte aus einer wohlhabenden Familie aus Edessa. Er wirkte zu Zeiten des Bilderstreits bzw. der byzantinischen Kaiser der amorischen Dynastie, z. B. Theophilos. Er unterhielt gute Beziehungen zum Kalifenhof in Bagdad, wenngleich gegen Ende seines Lebens die Christen wieder stärker eingeschränkt bzw. unterdrückt wurden. Dionysius gilt als einer der bedeutendsten syrischen Geschichtsschreiber. Er verfasste ein von der Zeit des Maurikios bis 842 reichendes syrisches Geschichtswerk, von dem aber nur Fragmente erhalten sind. Das Werk umfasste zwei Teile zu je 8 Büchern, wobei der erste Teil die Kirchengeschichte, der zweite Teil die politische Geschichte behandelte. Als eine wichtige Quelle diente Dionysius die heute ebenfalls verlorene Chronik des Theophilos von Edessa. Das Werk des Dionysius wurde auch von späteren syrischen Geschichtsschreibern benutzt. Eine ebenfalls Dionysius zugeschriebene Chronik wurde schon im 8. Jahrhundert von einem anonymen syrischen Mönch verfasst. (de)
  • Denys Ier, ou Denys de Tell-Mahré (en syriaque Diunosios Tell-Maḥroyo, en latin Dionysius Telmaharensis) est un patriarche d'Antioche de l'Église jacobite, intronisé en juin 818, mort le 22 août 845. (fr)
  • Dionysius I Telmaharoyo (Latin: Dionysius Telmaharensis, Syriac: ܕܝܘܢܢܘܣܝܘܣ ܬܠܡܚܪܝܐ, Arabic: مار ديونيسيوس التلمحري), also known as Dionysius of Tel Mahre, was the Patriarch of Antioch, and head of the Syriac Orthodox Church from 818 until his death in 845. (en)
  • Dionizy I z Tellmahreh (ur. ? w k. Ar-Rakki, zm. 22 sierpnia 845) – w latach 817-845 53. syryjsko-prawosławny Patriarcha Antiochii. (pl)
  • Дионисий Телль-Махрский (лат. Dionysius Telmaharensis, сир. ܕܝܘܢܢܘܣܝܘܣ ܬܠܡܚܪܝܐ, араб. مار ديونيسيوس التلمحري‎) — 17-й сирийский патриарх Антиохийский и глава Сирийской православной церкви с июня 817/818 до своей смерти 22 августа 845 года. Автор хроники, охватывающей период с 583 по 843 год. (ru)
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  • Dionysius I Telmaharoyo (Latin: Dionysius Telmaharensis, Syriac: ܕܝܘܢܢܘܣܝܘܣ ܬܠܡܚܪܝܐ, Arabic: مار ديونيسيوس التلمحري), also known as Dionysius of Tel Mahre, was the Patriarch of Antioch, and head of the Syriac Orthodox Church from 818 until his death in 845. (en)
  • Dionizy I z Tellmahreh (ur. ? w k. Ar-Rakki, zm. 22 sierpnia 845) – w latach 817-845 53. syryjsko-prawosławny Patriarcha Antiochii. (pl)
  • Дионисий Телль-Махрский (лат. Dionysius Telmaharensis, сир. ܕܝܘܢܢܘܣܝܘܣ ܬܠܡܚܪܝܐ, араб. مار ديونيسيوس التلمحري‎) — 17-й сирийский патриарх Антиохийский и глава Сирийской православной церкви с июня 817/818 до своей смерти 22 августа 845 года. Автор хроники, охватывающей период с 583 по 843 год. (ru)
  • Dionysius von Tell Mahre bzw. Dionysius Telmaharensis (* 773; † 845) war von 818 an monophysitischer Patriarch der Syrisch-Jakobitischen Kirche und ein Chronist der östlichen Christenheit. Dionysius stammte aus einer wohlhabenden Familie aus Edessa. Er wirkte zu Zeiten des Bilderstreits bzw. der byzantinischen Kaiser der amorischen Dynastie, z. B. Theophilos. Er unterhielt gute Beziehungen zum Kalifenhof in Bagdad, wenngleich gegen Ende seines Lebens die Christen wieder stärker eingeschränkt bzw. unterdrückt wurden. (de)
  • Als Pseudo-Dionysius von Tell Mahre wird ein im 8. Jahrhundert lebender christlicher syrischer Geschichtsschreiber bezeichnet. Der anonyme Autor verfasste eine Chronik, die irrtümlich vom 18. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts von Orientalisten wie Giuseppe Simone Assemani und Jean-Baptiste Chabot dem Patriarchen Dionysius von Tell Mahre (9. Jahrhundert) zugeschrieben wurde. Der Fehler wurde 1896, unabhängig voneinander, von Theodor Nöldeke und von François Nau erkannt. Der syrische Mönch (nunmehr Pseudo-Dionysius von Tell Mahre genannt) verfasste seine bis 775 reichende miaphysitische Weltchronik wohl im Kloster Zuqnin bei Amida. Aus diesem Grund wird das Werk heute auch oft als Chronik von Zuqnin bezeichnet. Das Werk ist grob in vier Teile aufgeteilt. Der anonyme Autor griff auf verschied (de)
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  • Pseudo-Dionysius von Tell Mahre (de)
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  • Dionysius I Telmaharoyo (en)
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