Valerius Maximus (/vəˈlɪəriəs ˈmæksɪməs/) was a Latin writer and author of a collection of historical anecdotes. He worked during the reign of Tiberius (14 AD to 37 AD).

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  • Valerius Maximus (/vəˈlɪəriəs ˈmæksɪməs/) was a Latin writer and author of a collection of historical anecdotes. He worked during the reign of Tiberius (14 AD to 37 AD). (en)
  • Valerius Maximus war ein lateinischer Schriftsteller und Autor einer Sammlung historischer Anekdoten während der Zeit des Kaisers Tiberius, den Facta et dicta memorabilia. Über seine persönliche Geschichte ist nichts bekannt außer seiner Herkunft aus einer armen Familie und dass er Sextus Pompeius vieles verdankte, dem Konsul des Jahres 14, Prokonsul von Asia, den er im Jahr 27 in den Osten begleitete. Dieser Pompeius war Mäzen, zu dessen literarischem Zirkel auch Ovid gehörte, und ein Freund des Germanicus, des am meisten an Literatur interessierten Mitglieds der kaiserlichen Familie. Der Stil von Valerius’ Schriften deutet an, dass er ein professioneller Rhetoriker war. Im Vorwort gibt er zu verstehen, dass es als banale Sammlung historischer Anekdoten zum Gebrauch in Rhetorikschulen gedacht sei, mit der die Schüler die Kunst der schönen Rede durch Verweise auf die Geschichte gelehrt werden könne. Nach den Manuskripten war der Titel Factorum et dictorum memorabilium libri novem („Neun Bücher denkwürdiger Taten und Aussprüche“). Die Erzählungen sind lose und unregelmäßig arrangiert. Jedes Buch ist in Abschnitte aufgeteilt, jeder Abschnitt trägt als Titel das Thema (am häufigsten Tugenden und Laster oder Fehler und Schwächen), das die Geschichten im Abschnitt veranschaulichen sollen. Die meisten Erzählungen stammen aus der römischen Geschichte, aber jeder Abschnitt hat auch einen Anhang, der Auszüge aus den Annalen anderer Völker, vor allem der Griechen bringt. Das Werk zeigt deutlich die beiden Gefühle, die häufig und von fast allen römischen Autoren des Prinzipats untergemischt werden: einerseits, dass die zeitgenössischen Römer degenerierte Geschöpfe angesichts ihrer eigenen republikanischen Vorfahren sind, andererseits, dass die Römer, wie degeneriert auch immer, immer noch haushoch über den anderen Völkern der Welt stehen – und insbesondere den Griechen moralisch weit überlegen sind. Die Hauptquellen des Autors sind vor allem Cicero und Livius, aber auch Sallust und Pompeius Trogus. Valerius behandelt das Material achtlos und wenig intelligent, jedoch sind seine Zusammenstellungen – abgesehen von Brüchen, Widersprüchen und Anachronismen – aus der Sicht des Rhetorikers treffende Darstellungen der Umstände oder Eigenschaften, die er im Auge hat. Selbst aus dem Blickwinkel der Historiker ist Valerius einiges zu verdanken. Er benutzt oft Quellen, die heute verloren sind, und wo er seine eigene Zeit berührt, gewährt er einige flüchtige Blicke auf die vieldiskutierte und äußerst ungenügend aufgezeichnete Regierung des Tiberius. Seine Einstellung gegenüber dem kaiserlichen Haushalt wurde oft als allzu schmeichlerisch und darin als derjenigen des Martial ähnlich aufgefasst. Die Reverenzen an die kaiserliche Regierung sind de facto allerdings weder in ihrer Art noch in ihrer Anzahl außergewöhnlich. Wenige werden heute Tiberius, zieht man alle seine Handlungen als Regent in Betracht, einen Titel wie salutaris princeps gönnen, der früheren Generationen als Muster schamloser Schmeichelei erschien. Die wenigen Anspielungen auf Caesars Mörder und Augustus reichen kaum über den konventionellen Stil der Zeit hinaus. Die einzige Passage, die tatsächlich ekelhaft genannt werden könnte, ist die heftige rhetorische Tirade gegen den Prätorianerpräfekten Lucius Aelius Seianus. Valerius Werk verdient hauptsächlich Beachtung als Kapitel in der Geschichte der lateinischen Sprache. Ohne es wäre unser Blick auf den Übergang vom klassischen zum „silbernen“ Latein wesentlich schlechter. Im „Valerius“ werden in einer groben Form all die rhetorischen Entwicklungen der Zeit präsentiert, ohne die Tünche der Vernunft eines Quintilian und nicht durch den Geschmack und Feinheit eines Tacitus kultiviert. Die direkte und einfache Aussage wird gemieden und die Neuigkeit um jeden Preis gejagt. Die Grenze zwischen der Wortwahl der Poesie und Prosa wird eingerissen; es gibt geradezu monströse Metaphern; erschreckende Kontraste, dunkles Geraune und grelle Adjektive sind üblich, die unnatürlichsten Variationen werden auf einer künstlichen Klaviatur grammatischer und rhetorischer Sprachfiguren gespielt. Es ist eine aufschlussreiche Lektion in der Geschichte der lateinischen Sprache, eine Passage bei Valerius mit seinen Entsprechungen bei Cicero und Livius zu vergleichen. In den Manuskripten des Valerius ist ein zehntes Buch überkommen, der sogenannte Liber de Praenominibus, eine Arbeit eines viel später zu datierenden Grammatikers. Die Sammlung des Valerius wurde viel in Schulen genutzt, und seine Popularität im Mittelalter ist durch eine große Anzahl erhalten gebliebener Exemplare bezeugt. Wie von anderen Schulbüchern auch, wurden von ihm Auszüge erstellt, von denen einer, der den Namen Julius Paris trägt und wohl aus dem 4. oder 5. Jahrhundert stammt, vollständig erhalten blieb, darüber hinaus ein weiterer von Januarius Nepotianus. Beide Auszüge sind in den Ausgaben von Karl Felix Halm (1865) und C. Kempf (1888) enthalten. (de)
  • Valerio Máximo (en latín, Valerius Maximus; siglo I a. C.-Siglo I) fue un escritor romano. Su obra capital son los nueve libros Factorum et dictorum memorabilium (Hechos y dichos memorables) dedicados al emperador Tiberio. Fueron escritos en Roma en el año 31 y su fin era ensalzar una serie establecida de virtudes romanas por medio de anécdotas y relatos tradicionales o extraídos de historiadores y filósofos. Su estilo parece indicar que fue un retórico profesional. Esta compilación de anécdotas sirvió de cantera a los oradores para extraer narraciones morales con el fin de ilustrar sus discursos. (es)
  • Valère Maxime ou Valerius Maximus est un historien et moraliste romain du Ier siècle apr. J.-C., contemporain de l'empereur romain Tibère. (fr)
  • Valerius Maximus was een Latijns schrijver uit de eerste decennia van de 1e eeuw na Chr. Over zijn leven is vrijwel niets bekend, behalve dat hij in 31 na Chr. aan keizer Tiberius een verzameling Facta et dicta memorabilia opdroeg. Het werk omvat negen boeken met gedenkwaardige anekdoten, door compilatie samengebracht, ten behoeve van redenaars. Om het opzoeken van voorbeelden, telkens wanneer men die in een redevoering nodig heeft, te vergemakkelijken, werd het materiaal (hoofdzakelijk aan Livius en Cicero ontleend) gegroepeerd in rubrieken (bijv. dankbaarheid, gestrengheid van vaders, godsdienstzin, voortekens, dromen, vriendschap, zelfvertrouwen). De uitwerking is weinig oorspronkelijk en getuigt van kortzichtigheid en platte vleierij aan het adres van de keizer. De stijl is maniëristisch, met veel gezochte antithesen en andere retorische middelen en toont zich daarmee als een product van zijn tijd. (nl)
  • Públio Valério Máximo (século I a.C.-século I d.C.), foi um escritor romano. Sua obra capital são os Nove Livros de Feitos e Dizeres Memoráveis, dedicados ao imperador Tibério. Foi escrito em Roma em 31 e o seu fim era elogiar uma série estabelecida de virtudes romanas por meio de anedotas e relatos tradicionais ou extraídos de historiadores e filósofos. Esta compilação de anedotas serviu aos oradores para extrair narrações morais com o fim de ilustrar os seus discursos. (pt)
  • Waleriusz Maksymus (łac. Valerius Maximus) – rzymski pisarz żyjący w I poł. I w. n.e. Autor zbioru anegdot w 9 księgach o słynnych czynach i powiedzeniach Factorum et dictorum memorabilium libri novem, podzielonego na 95 rozdziałów według tematów (o męstwie, o wdzięczności, o snach itp.). Dzieło to Waleriusz napisał w latach 28–32 i poświęcił Tyberiuszowi. Autor korzystał z dzieł pisarzy rzymskich (Cycerona, Liwiusza, Salustiusza, Pompejusza Trogusa, Warrona) i obcych (gł. greckich) ale w szczególności z Cycerona i Liwiusza. Dzieło to cieszyło się wielką poczytnością u schyłku starożytności i w czasach średniowiecza. Celem pracy było m.in. dostarczenie gotowych przykładów szkołom retorycznym. Dzieło te zachowało się w całości, podobnie jak i wyciąg sporządzony przez Juliusza Parysa (IV w.) oraz część epitome (księgi I, II i część III) Januariusza Nepotianusa (V w.). (pl)
  • Валерий Максим (лат. Valerius Maximus, l в. н. э.) — римский писатель времени императора Тиберия, автор собрания исторических анекдотов. (ru)
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  • Valerio Máximo (en latín, Valerius Maximus; siglo I a. C.-Siglo I) fue un escritor romano. Su obra capital son los nueve libros Factorum et dictorum memorabilium (Hechos y dichos memorables) dedicados al emperador Tiberio. Fueron escritos en Roma en el año 31 y su fin era ensalzar una serie establecida de virtudes romanas por medio de anécdotas y relatos tradicionales o extraídos de historiadores y filósofos. Su estilo parece indicar que fue un retórico profesional. Esta compilación de anécdotas sirvió de cantera a los oradores para extraer narraciones morales con el fin de ilustrar sus discursos. (es)
  • Valère Maxime ou Valerius Maximus est un historien et moraliste romain du Ier siècle apr. J.-C., contemporain de l'empereur romain Tibère. (fr)
  • Públio Valério Máximo (século I a.C.-século I d.C.), foi um escritor romano. Sua obra capital são os Nove Livros de Feitos e Dizeres Memoráveis, dedicados ao imperador Tibério. Foi escrito em Roma em 31 e o seu fim era elogiar uma série estabelecida de virtudes romanas por meio de anedotas e relatos tradicionais ou extraídos de historiadores e filósofos. Esta compilação de anedotas serviu aos oradores para extrair narrações morais com o fim de ilustrar os seus discursos. (pt)
  • Валерий Максим (лат. Valerius Maximus, l в. н. э.) — римский писатель времени императора Тиберия, автор собрания исторических анекдотов. (ru)
  • Valerius Maximus war ein lateinischer Schriftsteller und Autor einer Sammlung historischer Anekdoten während der Zeit des Kaisers Tiberius, den Facta et dicta memorabilia. Über seine persönliche Geschichte ist nichts bekannt außer seiner Herkunft aus einer armen Familie und dass er Sextus Pompeius vieles verdankte, dem Konsul des Jahres 14, Prokonsul von Asia, den er im Jahr 27 in den Osten begleitete. Dieser Pompeius war Mäzen, zu dessen literarischem Zirkel auch Ovid gehörte, und ein Freund des Germanicus, des am meisten an Literatur interessierten Mitglieds der kaiserlichen Familie. (de)
  • Valerius Maximus was een Latijns schrijver uit de eerste decennia van de 1e eeuw na Chr. Over zijn leven is vrijwel niets bekend, behalve dat hij in 31 na Chr. aan keizer Tiberius een verzameling Facta et dicta memorabilia opdroeg. De uitwerking is weinig oorspronkelijk en getuigt van kortzichtigheid en platte vleierij aan het adres van de keizer. De stijl is maniëristisch, met veel gezochte antithesen en andere retorische middelen en toont zich daarmee als een product van zijn tijd. (nl)
  • Waleriusz Maksymus (łac. Valerius Maximus) – rzymski pisarz żyjący w I poł. I w. n.e. Autor zbioru anegdot w 9 księgach o słynnych czynach i powiedzeniach Factorum et dictorum memorabilium libri novem, podzielonego na 95 rozdziałów według tematów (o męstwie, o wdzięczności, o snach itp.). Dzieło to Waleriusz napisał w latach 28–32 i poświęcił Tyberiuszowi. Celem pracy było m.in. dostarczenie gotowych przykładów szkołom retorycznym. (pl)
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