Richard Laqueur was a German historian and philologist who was born in Strassburg. He studied classical literature and history at the Universities of Bonn and Strassburg, and in 1904 received his doctorate of philosophy. In 1912 he became a full professor at Strassburg, and during the same year was appointed professor at the University of Giessen. From 1914 to 1918 he performed military duties during World War I, and in 1919 returned to Giessen, where he remained until 1930.

PropertyValue
dbpedia-owl:Person/individualisedPnd
  • 119071304
dbpprop:abstract
  • Richard Laqueur was a German historian and philologist who was born in Strassburg. He studied classical literature and history at the Universities of Bonn and Strassburg, and in 1904 received his doctorate of philosophy. In 1912 he became a full professor at Strassburg, and during the same year was appointed professor at the University of Giessen. From 1914 to 1918 he performed military duties during World War I, and in 1919 returned to Giessen, where he remained until 1930. Laqueur was rector at the university in 1922-23. In 1930 he became a professor at the University of Tübingen, and two years later a professor at the University of Halle. Because of his Jewish beliefs, Laqueur was removed from his position at Halle in 1936, and in 1939 emigrated to the United States. After World War II he returned to Germany, but was denied his former status at Halle due to bureaucratic obstacles. In 1952 he moved to Hamburg, where he was later granted an honorary professorship. Laqueur was a specialist of ancient Greek and Roman history, and was particularly interested in the economic history of their civilizations. He also performed extensive research of ancient historians such as Polybius and Flavius Josephus.
  • Richard Laqueur war ein deutscher Althistoriker und Klassischer Philologe. Der aus einer elsässischen Familie stammende Richard Laqueur (sein Vater war der Augenarzt Ludwig Laqueur) besuchte bis 1898 das Gymnasium in Straßburg und studierte anschließend von 1898 bis 1903 die Fächer der klassischen Philologie und der Geschichte in Straßburg, Bonn und erneut in Straßburg. Dort war er 1903/04 Assistent am Klassisch-philologischen Seminar und promovierte im Jahr 1904. Anschließend unternahm er Studienreisen nach Italien, Griechenland, Kleinasien, Spanien und Frankreich. 1907 erfolgte seine Habilitation für klassische Philologie und Hilfswissenschaften an der Universität Göttingen. 1908 erhielt er einen Lehrauftrag an der Universität Kiel. 1909 wurde er planmäßiger außerordentlicher Professor an der Universität Straßburg. 1912 erhielt er dort eine ordentliche Professur. Im selben Jahr erfolgte der Ruf nach Gießen. Der national gesinnte Deutschjude leistete im Ersten Weltkrieg Kriegsdienst, zunächst als Batterieoffizier, 1915 als Batterieführer sowie 1918 als Abteilungsführer. Im Krieg wurde er mit dem Eisernen Kreuz II. und I. Klasse, der Hessischen Tapferkeitsmedaille, dem Mecklenburgischen Verdienstkreuz und dem Hanseatenkreuz ausgezeichnet. 1919 kehrte er nach Gießen zurück. In Gießen lehrte er bis 1930. Er nahm außerdem am Ruhrkampf teil. 1930 wurde er nach Tübingen berufen. Zwei Jahre später folgte er einem Ruf an die Universität Halle. 1936 verlor wegen seiner jüdischen Abstammung seinen Lehrstuhl in Halle. 1939 emigrierte Laqueur in die USA. Dort fand er jedoch keinen Zugang zur etablierten Wissenschaft und arbeitete in einer Handelsgesellschaft. Ein verfasstes Buch über Science and Imagination blieb ungedruckt. In seiner Freizeit betrieb er Shakespeare-Studien. Seit Kriegsende bemühte sich Laqueur an die Universität Halle zurückzukehren, jedoch scheiterte die Rückkehr zunächst an bürokratischen Hemmnissen der Besatzungsmacht. 1947 hintertrieben Kollegen die Rückberufung. 1952 ging er nach Hamburg und wurde dort 1959 zum Honorarprofessor ernannt. Laqueur konzentrierte sich sehr früh auf die antike Geschichtsschreibung und beschäftigte sich mit lange vernachlässigten Autoren wie Polybios oder Flavius Josephus. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen neben der griechischen und römischen Geschichte die Geschichte des hellenistischen und römischen Judentums und vor allem die antike Wirtschaftsgeschichte und Wirtschaftstheorien.
rdfs:comment
  • Richard Laqueur was a German historian and philologist who was born in Strassburg. He studied classical literature and history at the Universities of Bonn and Strassburg, and in 1904 received his doctorate of philosophy. In 1912 he became a full professor at Strassburg, and during the same year was appointed professor at the University of Giessen. From 1914 to 1918 he performed military duties during World War I, and in 1919 returned to Giessen, where he remained until 1930.
  • Richard Laqueur war ein deutscher Althistoriker und Klassischer Philologe. Der aus einer elsässischen Familie stammende Richard Laqueur (sein Vater war der Augenarzt Ludwig Laqueur) besuchte bis 1898 das Gymnasium in Straßburg und studierte anschließend von 1898 bis 1903 die Fächer der klassischen Philologie und der Geschichte in Straßburg, Bonn und erneut in Straßburg. Dort war er 1903/04 Assistent am Klassisch-philologischen Seminar und promovierte im Jahr 1904.
rdfs:label
  • Richard Laqueur
  • Richard Laqueur
owl:sameAs
skos:subject
foaf:page