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- Johann Joachim Spalding (November 1, 1714 - May 25, 1804) was a German Protestant theologian and philosopher of Scottish ancestry who was born in Tribsees, Western Pomerania. He was the father of Georg Ludwig Spalding (1762-1811), who was a professor at Grauen Kloster in Berlin. He studied philosophy and theology at the Universities of Rostock and Greifswald, and afterwards worked as an auxiliary preacher in his hometown. In 1855 he became a pastor in Lassan, and two years later served as a minister in the town of Barth. In 1764 he gained the titles of provost and Oberkonsistorialrat, and became known for his sermons at St. Nicholas Church and at the Church of St. Mary in Berlin. He was a highly influential minister who had as friends, renowned personalities that included Ewald Christian von Kleist and Johann Wilhelm Ludwig Gleim. As a protest against the Wöllnersche Religionsedikt (Wöllner Edict of July 9, 1788), he resigned from his official duties. Spalding was an important figure of the German Enlightenment. In 1748 he published Betrachtungen über die Bestimmung des Menschen (Reflections on the Destination of Man), which is considered to be a manifesto of German Enlightenment theology. In this work he rejected dogmatic authoritarianism and confessional orthodoxy, and promoted a common sense philosophy that explained an individual's path from sensuality to spirituality that ultimately led to immortality. In his writings he was strongly opposed to Julien Offroy de La Mettrie's philosophy of French materialism. His autobiography (Lebensbeschreibung, von ihm selbst aufgesetzt) was published by his son in 1804. Other noted works by Spalding include: Gedanken über den Werth der Gefühle in dem Christenthum Über die Nutzbarkeit des Predigtamtes und deren Beförderung Vertraute Briefe, die Religion betreffend Religion, eine Angelegenheit des Menschen
- Johann Joachim Spalding war ein deutscher protestantischer Theologe, Kirchenlieddichter, Popularphilosoph und der wichtigste Vertreter der Neologie. Spalding hatte schottische Vorfahren und war der Sohn des Pastors von Tribsees. Nach erstem Unterricht zu Hause durch seinen Vater, besuchte er das Gymnasium in Stralsund. Anschließend studierte Spalding bis 1734 an den Universitäten Rostock und Greifswald Philosophie, Theologie und alte Sprachen. Einige Zeit verdiente sich Spalding seinen Lebensunterhalt als Hauslehrer und bereitete sich auf seine Promotion vor. Nachdem er den Titel Dr. theol. verliehen bekommen hatte, bekam er 1735 eine Anstellung als Hilfsprediger in seiner Heimatstadt. 1745 avancierte Spalding in Berlin zum Sekretär des schwedischen Gesandten von Rudenskjöld. 1748 debütierte Spalding mit seinem Werk "Betrachtung über die Bestimmung des Menschen". Dieses Büchlein erschien anonym in Greifswald und kann heute mit Recht als Manifest der deutschen Aufklärungstheologie angesehen werden. Spaldings Büchlein ist als innerer Monolog konzipiert und verzichtet völlig auf christliche Offenbarung und dogmatische Autorität. Es stellt dar, wie ein Individuum über "Sinnlichkeit", "Vergnügen des Geistes", "Tugend" und "Religion" schließlich selbst zur Einsicht gelangt, zur "Unsterblichkeit" bestimmt zu sein. 1755 berief man Spalding als Pastor nach Lassan. Als solcher heiratete er Wilhelmine Gebhardi aus Stralsund. Mit ihr hatte er zwei Söhne: den späteren Juristen Karl August Wilhelm Spalding und den Philologen Georg Ludwig Spalding. 1757 ließ sich Spalding als Prediger in Barth nieder. 1762 starb seine Ehefrau; nach einer angemessenen Trauerzeit heiratete er in zweiter Ehe Maria Dorothea von Sodenstern. Zur Jahreswende 1763/64 hatte Spalding hohen Besuch aus Zürich: Johann Heinrich Füssli, Felix Hess und Johann Caspar Lavater waren einige Zeit bei ihm zu Gast. 1764 berief König Friedrich II. Spalding als Propst an die St. Nicolai-Kirche in Berlin und ernannte ihn zum Konsistorialrat. Dort und auch in der Kirche St. Marien gewann Spalding bald schon durch seine Predigten an Einfluss und wurde weit über die Stadtgrenzen hin bekannt. In dieser Zeit schloss Spalding auch Freundschaft mit den Schriftstellern Ewald Christian von Kleist und Johann Wilhelm Ludwig Gleim. Beruflich orientierte sich Spalding an den Theologen August Friedrich Sack und Siegmund Jacob Baumgarten und wurde dadurch ebenfalls für die Aufklärung gewonnen. Bedingt durch das Wöllnersche Religionsedikt von 1788 legte Spalding alle seine Ämter nieder und begann nun vermehrt, seine Ideen zu veröffentlichen. 1774 verstarb seine zweite Ehefrau, und im darauffolgenden Jahr heiratete Spalding als dritte Ehefrau Maria Charlotte Lieberkühn. Bereits in Greifswald machte ihn Peter Ahlwardt mit den Werken des Philosophen Christian Wolff bekannt, dessen Theorien sich Spalding zu eigen machte und weiterentwickelte. Aber auch mit dem Werk der englischen Antideisten, unter ihnen Joseph Butler, Francis Hutcheson und Shaftesbury, setzte sich Spalding auseinander und übersetzte sie teilweise. Spaldings Zweifel an der Orthodoxie führten schließlich zur Neologie, deren wichtigster Vertreter er später wurde. Als solcher bekämpfte er auch vehement Julien Offray de La Mettrie und dessen Materialismus. Im Alter von nahezu 90 Jahren starb Johann Joachim Spalding am 25. Mai 1804 in Berlin. Sein Sohn Georg Ludwig Spalding (1762-1811) war Professor am Grauen Kloster. Zeitlebens praktischen Interessen verpflichtet, verwarf er in seiner 1772 erschienenen, von Johann Gottfried Herder heftig kritisierten "Nutzbarkeit des Predigtamts" alle hierarchisch-sakramentalen Anschauungen von Kirche und geistlichem Amt, um stattdessen das "Predigtamt" als Dienst an der öffentlichen Sittlichkeit zu kennzeichnen. Abschließend zusammengefasst hat Spalding sein bis zur Identifikation gehendes Verständnis von Religion und Moral 1797 unter dem Titel "Religion, eine Angelegenheit des Menschen".
- Johann Joachim Spalding fue un filósofo, moralista y teólogo protestante alemán. Traductor de Shaftesbury y de los físico-teólogos ingleses, es autor de Bestimmung des Menschen (1748), Gedanken über den Werth des Gefühls im Christentum (1761) y de Über die Nutzbarkeit des Predigtamts und derren Beförderung (1772).
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- Johann Joachim Spalding (November 1, 1714 - May 25, 1804) was a German Protestant theologian and philosopher of Scottish ancestry who was born in Tribsees, Western Pomerania. He was the father of Georg Ludwig Spalding (1762-1811), who was a professor at Grauen Kloster in Berlin. He studied philosophy and theology at the Universities of Rostock and Greifswald, and afterwards worked as an auxiliary preacher in his hometown.
- Johann Joachim Spalding war ein deutscher protestantischer Theologe, Kirchenlieddichter, Popularphilosoph und der wichtigste Vertreter der Neologie. Spalding hatte schottische Vorfahren und war der Sohn des Pastors von Tribsees. Nach erstem Unterricht zu Hause durch seinen Vater, besuchte er das Gymnasium in Stralsund. Anschließend studierte Spalding bis 1734 an den Universitäten Rostock und Greifswald Philosophie, Theologie und alte Sprachen.
- Johann Joachim Spalding fue un filósofo, moralista y teólogo protestante alemán. Traductor de Shaftesbury y de los físico-teólogos ingleses, es autor de Bestimmung des Menschen (1748), Gedanken über den Werth des Gefühls im Christentum (1761) y de Über die Nutzbarkeit des Predigtamts und derren Beförderung (1772).
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