Georg Gustav Roskoff (1814-1889) was an Austrian theologian, professor of Old Testament exegesis at Vienna University from 1850 to 1884. His main work deals with the historical development of dualism in which he traces the figure of the Devil in human thought from the beginnings until his own time.

PropertyValue
dbpprop:abstract
  • Georg Gustav Roskoff (1814-1889) was an Austrian theologian, professor of Old Testament exegesis at Vienna University from 1850 to 1884. His main work deals with the historical development of dualism in which he traces the figure of the Devil in human thought from the beginnings until his own time. His History of the Devil (1869) is still considered a standard work on the topic, although it has been criticized for repeating Gottfried Christian Voigt's unrealistic figure of nine million victims of the Early Modern witch-trials.
  • Georg Gustav Roskoff war ein österreichischer evangelischer Theologe, Professor für alttestamentliche Exegese und Regierungs- und Hofrat. Sein Hauptwerk galt der historischen Entfaltung des Dualismus und der kulturgeschichtlichen Darstellung von Teufelsvorstellungen von den Anfängen der Menschheit bis ins 18. Jahrhundert. Er hat dieses in dem als Standardwerk geltenden „Die Geschichte des Teufels“ niedergeschrieben. Georg Gustav Roskoff geriet in die Kritik, als er die heftig umstrittene Zahl von neun Millionen Hexenverbrennungen, die von Gottfried Christian Voigt erhoben wurde, aufgriff und zur Verbreitung verhalf (diese Zahl gilt als überholt). Nach dem Lyceum in Preßburg besuchte Roskoff die dortige Rechtsakademie und war nach abgelegter juristischer Prüfung drei Jahre lang Erzieher im gräflichen Hause Radays tätig. Er immatrikulierte sich 1839 in Halle und studierte Philosophie und Theologie. Nach Hegels Tod war die Universität der akademische Hauptsitz des konservativen Hegelianismus geworden. Johann Eduard Erdmann führte ihn in die Religionsphilosophie Georg Wilhelm Friedrich Hegels ein, die Roskoffs Theologie nachhältig prägte. Von Halle ging er nach Wien und schloss an der evangelisch-theologischen Fakultät sein Studium mit dem Fakultätsexamen ab. 1846 wurde er auf Empfehlung besoldeter Privatdozent „Assistent“ für biblische Exegese. Bereits ein Jahr später übertrug man ihm als Vertretung den verwaisten Lehrstuhl des alttestamentlichen Lehrfaches. Das Konsistorium hebte seine „Präcision der Darstellung, Entschiedenheit der Ueberzeugung, Geistesschärfe, Lebendigkeit der Vorträge“ rühmend hervor und ernannte ihn 1850 zum Professor für alttestamentliche Exegese. Er erhielt durch Verfügung vom 12. Juli 1850 dann das Ordinariat für Altes Testament und biblische Archäologie. 1852 verlieh ihm die Heidelberger Fakultät die theologische Ehrendoktorwürde. Ab 1861 las Roskoff auch Ethik und bekleidet bis zu seiner Emeritierung 1884 viermal das Dekanat. Seine Verdienste wurden mit der Berufung in den österreichischen Unterrichtsrat und 1869 mit der Ernennung zum Regierungsrat gewürdigt. Schließlich wurde Roskoff der Orden der eisernen Krone, mit dem Recht zur Erhebung in den Ritterstand verliehen, von dem er aber keinen Gebrauch machte und es vorzog im bürgerlichen Stand zu bleiben. In Wien war Georg Gustav Roskoff Mitglied des Presbyteriums und in der Gemeindevertretung des Waisenversorgungsvereins, den er mit ins Leben gerufen hat.
dbpprop:autor
  • Klaus-Gunther Wesseling
dbpprop:band
  • 8 (xsd:integer)
dbpprop:spalten
  • 706–707
dbpprop:wikiPageUsesTemplate
rdfs:comment
  • Georg Gustav Roskoff (1814-1889) was an Austrian theologian, professor of Old Testament exegesis at Vienna University from 1850 to 1884. His main work deals with the historical development of dualism in which he traces the figure of the Devil in human thought from the beginnings until his own time.
  • Georg Gustav Roskoff war ein österreichischer evangelischer Theologe, Professor für alttestamentliche Exegese und Regierungs- und Hofrat. Sein Hauptwerk galt der historischen Entfaltung des Dualismus und der kulturgeschichtlichen Darstellung von Teufelsvorstellungen von den Anfängen der Menschheit bis ins 18. Jahrhundert. Er hat dieses in dem als Standardwerk geltenden „Die Geschichte des Teufels“ niedergeschrieben.
rdfs:label
  • Georg Gustav Roskoff
  • Georg Gustav Roskoff
skos:subject
foaf:page
is dbpprop:redirect of