| dbpprop:abstract
|
- Cajamarca Quechua is a variety of Quechua spoken in the districts of Chetilla, Baños del Inca and Cajamarca in the Peruvian province of Cajamarca. It was never spoken throughout the region, where other indigenous languages were spoken as well, e.g. Culle. Cajamarca Quechua is severely endangered, as hardly any children are now learning it. Cajamarca Quechua belongs to Quechua II, subgroup Yunkay and ist closest to Inkawasi-Kañaris. Félix Quesada published the first grammar and dictionary in 1976.
- Cajamarca-Quechua ist eine Variante des Quechua, die in einer Sprachinsel im peruanischen Departement Cajamarca gesprochen wird. Das Quechua in Cajamarca, das nie in der gesamten Region gesprochen wurde, geht wahrscheinlich auf Umsiedlergruppen in der Inka-Zeit zurück. Das Cajamarca-Quechua hat den alten Quechua-Lautbestand weitgehend bewahrt, einschließlich des retroflexen ch [ĉ] (in den nicht offiziellen Orthographien meist "tr", "tr'" oder "ch'" geschrieben - nicht zu verwechseln mit dem ch' im südlichen Quechua). Anlautendes [h] ist jedoch verstummt, so dass dieser Laut, ausgedrückt mit "j", nur in spanischen Lehnwörtern vorkommt. Als Gemeinsamkeit mit anderen nordperuanischen Quechua-Varianten werden Pluralformen des Verbs durch Anhängen von "llapa" gebildet. Das Cajamarca-Quechua ist derzeit einer schnellen Verdrängung durch das Spanische ausgesetzt und hält sich lediglich noch in den Gemeinden Chetilla und Porcón in der Provinz Cajamarca, wo jedoch die Kinder auch zunehmend nur noch Spanisch sprechen. Auf Grund des geringen Ansehens der indigenen Sprache sind die Angaben zur Anzahl der Sprecher aus Volkszählungen viel niedriger als die wahrscheinliche tatsächliche Anzahl. So schwanken die Zahlen zwischen unter 10.000 und über 30.000 Sprechern. Das erste Wörterbuch zu Cajamarca-Quechua wurde 1976 von Felix Quesada im Auftrag der peruanischen Regierung herausgegeben. Das meiste Material zu dieser Quechua-Variante stammt jedoch von David Coombs vom Linguistischen Sommerinstitut, der in der Region lebt. Auf seine Initiative geht auch eine 2005 herausgegebene Übersetzung des Neuen Testaments zurück. Die vom SIL verwendete Rechtschreibung stimmt nicht ganz mit dem offiziellen Quechua-Alphabet überein: So werden nicht nur drei, sondern die fünf Vokale a, e, i, o, u sowie nicht phonemisches b, d, g für Quechua-Wörter verwendet. Die wichtigste Institution, die für die Quechua-Sprache in Cajamarca eintritt, ist die Regionale Akademie der Quechua-Sprache in Cajamarca mit Sitz in der Stadt Cajamarca, die fast ausschließlich von regionalen Quechuasprachigen getragen wird und neben ihrem Engagement für zweisprachige interkulturelle Erziehung an Schulen (EIB) Unterricht in Quechua als Zweitsprache anbietet. So strebt sie auch in bereits hispanisierten Orten, darunter z.B. Chamis und Cushunga, eine Revitalisierung des Quechua an. In jüngster Zeit wird das Cajamarca-Quechua deshalb auf Grund dieses Engagements vereinzelt als Fach in Schulen angeboten. Doch selbst in überregionalen Quechua-Zusammenhängen schlug der regionalen Quechua-Akademie mangelndes Ansehen des „Regionaldialekts“ entgegen: So gab es Versuche seitens der Academia Mayor de la Lengua Quechua in Cusco, eine Konkurrenzakademie in Form einer „regionalen Filiale“ zu errichten. Die ARIQC arbeitet dagegen mit Kichwa-Organisationen aus Ecuador zusammen, mit denen nach eigener Aussage eine Verständigung bei Verwendung der jeweils eigenen Kichwa-Variante problemlos möglich sein soll. Während das SIL und allen voran Coombs immer wieder betont, bei der christlichen Missionierung alles für den Erhalt des Cajamarca-Quechua zu tun, ist in Alto Porcón, wo es eine Missionierung durch Adventisten gibt, genau das Gegenteil zu beobachten. Hier werden in der Kirchengemeinde nicht nur traditionelle Kleidung und Musikinstrumente, sondern auch der Gebrauch des Quechua sozial geächtet (Arana Zegarra 2002, S. 33-34)
|
| rdfs:comment
|
- Cajamarca Quechua is a variety of Quechua spoken in the districts of Chetilla, Baños del Inca and Cajamarca in the Peruvian province of Cajamarca. It was never spoken throughout the region, where other indigenous languages were spoken as well, e.g. Culle. Cajamarca Quechua is severely endangered, as hardly any children are now learning it. Cajamarca Quechua belongs to Quechua II, subgroup Yunkay and ist closest to Inkawasi-Kañaris.
- Cajamarca-Quechua ist eine Variante des Quechua, die in einer Sprachinsel im peruanischen Departement Cajamarca gesprochen wird. Das Quechua in Cajamarca, das nie in der gesamten Region gesprochen wurde, geht wahrscheinlich auf Umsiedlergruppen in der Inka-Zeit zurück.
|