Bernardino Telesio (Italian: [bernarˈdiːno teˈlɛːzjo]) (1509 – 2 October 1588) was an Italian philosopher and natural scientist.While his natural theories were later disproven, his emphasis on observation made him the "first of the moderns" who eventually developed thescientific method.

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  • Bernardino Telesio (Italian: [bernarˈdiːno teˈlɛːzjo]) (1509 – 2 October 1588) was an Italian philosopher and natural scientist.While his natural theories were later disproven, his emphasis on observation made him the "first of the moderns" who eventually developed thescientific method. (en)
  • Bernardino Telesio (lateinisch Bernardinus Telesius; * 1508 oder 1509 in Cosenza; † 2. Oktober 1588 ebenda) war ein italienischer Philosoph und Naturforscher. Telesio wurde in Cosenza in Kalabrien geboren und studierte in Padua und Rom. Dort wurde ihm eine Zeit lang die Unterstützung Papst Paul IV. zuteil, der aus der neapolitanischen Adelsfamilie Carafa stammte und dessen Berufung zum Erzbischof von Cosenza er seinen philosophischen Forschungen zuliebe ausschlug. Nach dessen Tod kehrte er nach Neapel zurück (1566), wo seine Ideen von einer Reihe junger süditalienischer Philosophen aufgegriffen wurden, unter anderem von Tommaso Campanella, Pierre Gassendi, Giordano Bruno, Thomas Hobbes und Francis Bacon. Telesio versuchte, die aristotelische Philosophie der Materie und Form durch eine dynamische Theorie antithetischer Kräfte zu ersetzen. Sein Hauptwerk De rerum natura (Über die Natur der Dinge, der Titel klingt an Lukrez an) erschien zwischen 1565 und 1587 in zwei Teilen in Rom und Neapel. Darin entwickelte er ein spektakuläres System auf der Grundlage der Konzepte von Materie und Kraft sowie unabhängiger Beobachtungen der Natur. Ausgangspunkt der Forschungen müsse die sinnliche Erfahrung sein. Darin greift Telesio auf die Vorsokratiker, auf Empedokles, zurück. Dies ist die Arbeitsgrundlage der von ihm in Neapel gegründeten Naturforscherakademie Telesiana, die bald einging, aber viele Nachahmungen fand. Als Prinzipien der Dinge bestimmt Telesius zwei unkörperliche Kräfte: Wärme und Kälte, und die Materie. Die Wärme geht vom Himmel aus, die Kälte von der Erde; erstere ist das Prinzip der Bewegung, Verdünnung, Ausdehnung, Belebung, letztere der Grund der Starrheit und Ruhe. Je mehr Wärme in einem Dinge, desto beweglicher ist es, wie die Gestirne. Die Welt ist ein steter Kampf des Trocken-Warmen mit dem Feucht-Kalten, das Wärmegebiet selbst Schauplatz eines dialektischen Wechselspiels einer ausdehnenden, sonnenhaften und einer kalten, zusammenziehenden, erdhaften Kraft. Durch den Kampf von Wärme und Kälte sind Himmel und Erde und die einzelnen Dinge entstanden. Das Sonnenhafte siegt über das Erdhafte und erzeugt das Licht. Telesio zeigt sich in dieser wertbehafteten Fassung von Licht zusammen mit Marsilio Ficino, Giovanni Pico della Mirandola und Francesco Patrizi als Vorläufer der Aufklärung. Die Materie ist die passive, träge widerstehende Substanz, welche durch Wärme und Kälte ausgedehnt und zusammengezogen, verdünnt und verdichtet wird, aber in allem Wechsel ihre Quantität konstant behält. In den Organismen befindet sich ein durch die Wärme aus dem Samen gezogener »Lebensgeist«, der in den Nerven (insbesondere im Gehirn) seinen Sitz hat und im ganzen Körper tätig ist. Der Mensch besitzt außerdem eine vom Leibe unabhängige, von Gott hinzugefügte, unsterbliche Seele. Die Empfindung (Sinneswahrnehmung) beruht auf der Einwirkung der Dinge auf den »Geist«, der seine Affektionen verspürt. Dem Geiste kommt auch die Erinnerung und das anschauliche Denken zu, an welches der Intellekt (die Tätigkeit der Seele) gebunden ist. – Das Endziel des Geistes ist die Selbsterhaltung; der Trieb nach ihr kommt allen Dingen zu. Was der Selbsterhaltung förderlich ist, erregt Lust, was ihr entgegen ist, Schmerz. Im maßvollen, die Affekte beherrschenden Handeln, in der Selbsterhaltung und Selbstvervollkommnung besteht die Tugend. Alle Tugenden (Weisheit, Tapferkeit, Güte usw.) sind nur Seiten einer und derselben Tugend. In dem Streben, das, über das Verlangen nach Erhaltung seiner natürlichen Beschaffenheit hinausgehend, den Menschen wahrhaft himmlisch und göttlich macht, sieht Telesius die Erhabenheit des menschlichen Geistes. Ein solch edler Geist strebe nicht nach den Ehren des Reichtums, der Macht oder des Glückes, sondern nach denen, welche er durch seine Seelengrösse erlangt. Die Ehre erstrebt dieser erhabene Geist nicht um ihrer selbst willen. Er sucht die Güter, die um ihres inneren Wertes willen wahre Ehre bringen. Die Erhabenheit, Inbegriff und Krone der Tugenden, verleiht dem großen Menschen die Vollkommenheit einer universalen Geistesbildung. Diese erhabene Seele ist im Unglück unerschüttert und ohne Zorn gegen Beleidigungen durch Worte oder Taten solcher Menschen, die tief unter ihr stehen und nicht wert sind, dass sie ihre Kraft an solche Kreaturen verschwendet. Ihre Glückseligkeit findet sie in der eigenen Reinheit und Vollkommenheit. (de)
  • Bernardino Telesio (Cosenza, 1509 — Cosenza, 1588) fue un filósofo y naturalista italiano. Su obra más importante es De rerum natura iuxta propia principia, editada en Nápoles en el año 1565, donde anticipa ideas que luego serían desarrolladas por otros pensadores. (es)
  • Bernardino Telesio (né le 7 novembre 1509 à Cosenza et mort le 2 octobre 1588 (à 78 ans) dans la même ville) est un philosophe italien de la Renaissance. (fr)
  • Telesio kwam uit een adellijke familie in Cosenza, een stad in Calabria, Zuid-Italië. Hij werd in Milaan opgevoed door zijn oom, Antonio, zelf een geleerde en een eminent dichter, en later in Rome en Padua. Zijn studies omvatten een breed spectrum van onderwerpen: de klassieken, wetenschap en filosofie, die deel uitmaakten van het curriculum van renaissancestudenten. Gewapend met deze achtergrond begon hij zijn aanval op het middeleeuwse aristotelisme dat in die tijd opgang maakte in Padua en Bologna. In 1553 huwde hij en vestigde zich in Cosenza, waar hij de belangrijkste figuur werd aan de Academie, die gesticht was door Aulo Giano Parassio in 1511. In 1563, of misschien twee jaar later, verscheen zijn grote werk De Rerum Natura Iuxta Propria Principia (Over de aard der dingen volgens hun eigen principes), waarna hij vervolgens een groot aantal wetenschappelijke en filosofische werken van minder belang publiceerde. Zijn afwijkende denkbeelden wekten de woede van de kerk op, vooral door zijn sympathie voor het aristotelisme. Korte tijd na zijn dood werden zijn boeken op de Index geplaatst. (nl)
  • Бернардино Телезио (Телезий, Телесий) (итал. Bernardino Telesio; 1509, Козенца — 2 октября 1588, Козенца) — итальянский учёный и философ. Окончил Падуанский университет в 1535. Основное сочинение — «О природе вещей согласно её собственным началам» (1565; 9 книг в 1586). Занятия философией вызвали в нём отвращение к аристотелизму: он резко осуждает Аристотеля, смешивая перипатетизм схоластический с подлинной аристотелевской философией и распространяя свою антипатию к последней на самую личность Аристотеля. Он основал в Неаполе естественно-историческое общество Academia Telesiana. Последние годы его учёно-философской деятельности протекли в тяжёлой борьбе против врагов свободного и непосредственного исследования законов природы, которое настойчиво провозглашал Телезий. Его девизом служили слова «Realia entia, non abstracta». В предисловии к своему важнейшему философскому труду «De natura rerum juxta propria principia» (1565) он говорит, что берёт в руководители свои чувства, а предметом своего исследования — природу, которая всегда остаётся неизменною в своей сущности, следует тем же законам, производит те же явления. Провозглашая верховное значение опыта как главного источника познания, Телезий не применяет в достаточной мере этот принцип при исследовании явлений внешней природы. Его натурфилософия напоминает досократовские наивные умозрения ионийцев. Из противоположности между небом с его светилами, приносящими тепло, и землёй, из которой после заката солнца появляется холод, он выводит, что эти два начала — первоосновные в природе. Кроме того, по словам Телезия, есть нечто телесное (corporea moles); оно расширяется и утончается под влиянием теплового начала и сжимается и сплачивается под влиянием холодного начала. Тепло — источник движения и жизни, холод — смерти и покоя: борьба этих двух начал — источник всего мирового развития. В теории познания и в психологии Телезия является сенсуалистом и даже материалистом. Spiritus — это утонченное тепловое вещество, вносящее единство во все функции организма и являющееся источником всех наших движений. Его центральным местопребыванием служит головной мозг, откуда он через нервы разливается по всему телу. Впрочем, наряду с духом Телезий допускает ещё вложенную Богом добавочную форму (forma superaddita) — бессмертную и бестелесную душу, но эта душа не играет в его системе никакой существенной роли. Этика Телезия тесно примыкает к его сенсуализму. Основа всех нравственных чувств — чувство самосохранения. Все другие аффекты и стремления человека вытекают из этой первоосновы. Мы любим то, что благоприятствует этому чувству самосохранения, ненавидим то, что противодействует ему. Основные добродетели человека проистекают из того же чувства: таковы мужество, мудрость, благосклонность и другие. (ru)
  • Na Renascença houve um grande pensador Bernardino Telésio. Nasceu em 1509 em Cosenza (Itália), estudou especialmente em Pádua (Itália) e faleceu em 1588. A sua obra fundamental é “De rerum natura iuxta propria principia” que significa: “a nova naturalidade se ajusta aos próprios princípios” . O pensamento de Telésio representa uma sistematização do naturalismo da Renascença: a saber, uma tentativa para explicar a natureza mediante os princípios universais imanentes à mesma natureza. “O mundo natural é constituído de matéria e de força. A matéria é homogênea, preenche o espaço (que existe antes da matéria) e é por si mesma inerte. A força anima, penetra, move, transforma continuamente toda a matéria.” O intelecto é reduzido aos sentidos, bem como o conceito universal é reduzido à sensação. Como é naturalizado o pensamento, é também naturalizada a vontade, no sentido materialista e hedonista. Entretanto, haveria no homem também uma alma que transcende a natureza e o mundo material, criada e infundida por Deus. Por consequência, o homem pode pensar e querer o supersensível, o eterno, e dominar com a vontade livre as tendências naturais. Desse modo, acima da ciência é posta e justificada a fé e a revelação. (pt)
  • Bernardino Telesio (Bernardinus Telesius, ur. 1509 albo 1508 w Cosenzy, zm. 2 października 1588 tamże) – włoski filozof przyrody epoki renesansu. Był znanym przeciwnikiem arystotelistów. Jego główne dzieło to De rerum natura juxta propria principia. Za dwa główne żywioły uważał zimno i gorąco. Gorąco miało pochodzić z nieba, a zimno z ziemi. Łącznie kształtować miały materię. (pl)
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  • 1509-11-7
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  • Bernardino Telesio (Italian: [bernarˈdiːno teˈlɛːzjo]) (1509 – 2 October 1588) was an Italian philosopher and natural scientist.While his natural theories were later disproven, his emphasis on observation made him the "first of the moderns" who eventually developed thescientific method. (en)
  • Bernardino Telesio (Cosenza, 1509 — Cosenza, 1588) fue un filósofo y naturalista italiano. Su obra más importante es De rerum natura iuxta propia principia, editada en Nápoles en el año 1565, donde anticipa ideas que luego serían desarrolladas por otros pensadores. (es)
  • Bernardino Telesio (né le 7 novembre 1509 à Cosenza et mort le 2 octobre 1588 (à 78 ans) dans la même ville) est un philosophe italien de la Renaissance. (fr)
  • Bernardino Telesio (Bernardinus Telesius, ur. 1509 albo 1508 w Cosenzy, zm. 2 października 1588 tamże) – włoski filozof przyrody epoki renesansu. Był znanym przeciwnikiem arystotelistów. Jego główne dzieło to De rerum natura juxta propria principia. Za dwa główne żywioły uważał zimno i gorąco. Gorąco miało pochodzić z nieba, a zimno z ziemi. Łącznie kształtować miały materię. (pl)
  • Bernardino Telesio (lateinisch Bernardinus Telesius; * 1508 oder 1509 in Cosenza; † 2. Oktober 1588 ebenda) war ein italienischer Philosoph und Naturforscher. Telesio wurde in Cosenza in Kalabrien geboren und studierte in Padua und Rom. Dort wurde ihm eine Zeit lang die Unterstützung Papst Paul IV. zuteil, der aus der neapolitanischen Adelsfamilie Carafa stammte und dessen Berufung zum Erzbischof von Cosenza er seinen philosophischen Forschungen zuliebe ausschlug. Nach dessen Tod kehrte er nach Neapel zurück (1566), wo seine Ideen von einer Reihe junger süditalienischer Philosophen aufgegriffen wurden, unter anderem von Tommaso Campanella, Pierre Gassendi, Giordano Bruno, Thomas Hobbes und Francis Bacon. Telesio versuchte, die aristotelische Philosophie der Materie und Form durch eine dyna (de)
  • Telesio kwam uit een adellijke familie in Cosenza, een stad in Calabria, Zuid-Italië. Hij werd in Milaan opgevoed door zijn oom, Antonio, zelf een geleerde en een eminent dichter, en later in Rome en Padua. Zijn studies omvatten een breed spectrum van onderwerpen: de klassieken, wetenschap en filosofie, die deel uitmaakten van het curriculum van renaissancestudenten. Gewapend met deze achtergrond begon hij zijn aanval op het middeleeuwse aristotelisme dat in die tijd opgang maakte in Padua en Bologna. In 1553 huwde hij en vestigde zich in Cosenza, waar hij de belangrijkste figuur werd aan de Academie, die gesticht was door Aulo Giano Parassio in 1511. In 1563, of misschien twee jaar later, verscheen zijn grote werk De Rerum Natura Iuxta Propria Principia (Over de aard der dingen volgens hu (nl)
  • Бернардино Телезио (Телезий, Телесий) (итал. Bernardino Telesio; 1509, Козенца — 2 октября 1588, Козенца) — итальянский учёный и философ. Окончил Падуанский университет в 1535. Основное сочинение — «О природе вещей согласно её собственным началам» (1565; 9 книг в 1586). (ru)
  • Na Renascença houve um grande pensador Bernardino Telésio. Nasceu em 1509 em Cosenza (Itália), estudou especialmente em Pádua (Itália) e faleceu em 1588. A sua obra fundamental é “De rerum natura iuxta propria principia” que significa: “a nova naturalidade se ajusta aos próprios princípios” . O pensamento de Telésio representa uma sistematização do naturalismo da Renascença: a saber, uma tentativa para explicar a natureza mediante os princípios universais imanentes à mesma natureza. (pt)
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