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dbpedia:Josel_of_Rosheim	rdfs:label	"Josel von Rosheim"@de ,
		"Josel of Rosheim"@en ,
		"Josel de Rosheim"@fr ;
	dbpprop:abstract	"Josel de Rosheim ou Yossel de Rosheim (aussi connu sous le nom de Joselmann, Joselin, Yoselmann,;; n\u00E9 vers 1480 et d\u00E9c\u00E9d\u00E9 en mars 1554, a \u00E9t\u00E9 le grand avocat des Juifs allemands et polonais pendant les r\u00E8gnes des empereurs du Saint-Empire romain germanique Maximilien Ier et Charles Quint Son influence parmi les Juifs et le statut prot\u00E9g\u00E9 qu'il r\u00E9ussit \u00E0 obtenir pour lui-m\u00EAme et pour les Juifs \u00E0 l'int\u00E9rieur de l'empire, reposent en partie sur son habilet\u00E9 comme avocat et aussi en partie sur le r\u00F4le des Juifs dans le financement des d\u00E9penses de l'empereur."@fr ,
		"Josel von Rosheim war Vertreter und Verteidiger der j\u00FCdischen Gemeinden in rechtlichen und religi\u00F6sen Angelegenheiten im Heiligen R\u00F6mischen Reich Deutscher Nation sowie in Polen in der ersten H\u00E4lfte des 16. Jahrhunderts. Seine Familie stammt wahrscheinlich aus dem franz\u00F6sischen Louhans. Zu einem seiner Vorfahren wird der ber\u00FChmte j\u00FCdische Leibarzt Kaiser Friedrich III. , Jacob Ben Jehiel Loans, gerechnet, der f\u00FCr seine medizinischen Leistungen geadelt wurde und unter anderem auch der Hebr\u00E4ischlehrer des bekannten Humanisten, Juristen und Philosophen Johannes Reuchlin war. Die Geschichte der Familie Josels von Rosheim ist durch permanente Verfolgung und Leid gekennzeichnet. 1470 werden der Bruder seines Vaters, Rabbi Elias, und zwei weitere seiner Br\u00FCder im s\u00FCdbadischen Endingen am Kaiserstuhl wegen eines angeblich acht Jahre vorher zu Sukkot ver\u00FCbten Ritualmordes hingerichtet. Als Ankl\u00E4ger tritt ein in der Nachbarschaft wohnender, bei Rabbi Elias hochverschuldeter Fleischermeister auf. 1470 siedelt sich der Vater Josels von Rosheim, Gerschon, in Oberehnheim (Obernai) an. Gemeinsam mit der j\u00FCdischen Gemeinde flieht die Familie 1476 vor den Verfolgungen durch Schweizer Landsknechte nach Haguenau, wo Josel von Rosheim im selben Jahr geboren wird. \u00DCber seine Kindheit und Jugend ist nichts \u00FCberliefert. Er wirkt als Rabbiner am Gericht der unterels\u00E4ssischen Judenheit und lebt von Handel und Geldverleih. 1507 erh\u00E4lt Josel von Rosheim von den aus Oberehnheim ausgewiesenen Juden den Auftrag, bei den Provinzialbeh\u00F6rden bis hin zu den Beamten des Kaisers daf\u00FCr einzutreten, dass der Ausweisungsbeschluss aufgehoben wird. Wahrscheinlich auf Grund seiner Erfolge in dieser Angelegenheit wird er 1510 gemeinsam mit Rabi Zadoc Parnas und Manhig (Vorsteher, F\u00FChrer, Sprecher) der niederels\u00E4ssischen Juden, sp\u00E4ter der Gemeinden des gesamten Elsass. 1514 lebt er als Rabbi, H\u00E4ndler und Geldverleiher im els\u00E4ssischen Mittelbergheim und wird gemeinsam mit sieben anderen Juden der Hostiensch\u00E4ndung angeklagt. Es gelingt Josel von Rosheim ihre Unschuld zu beweisen. Er zieht es jedoch vor, sich in Rosheim anzusiedeln, wo er bis zu seinem Tode lebt. In dieser Zeit wird er \u00FCber die Grenzen des Elsass hinaus als Verteidiger der j\u00FCdischen Gemeinden in religi\u00F6sen und Rechtsfragen immer bekannter. Allm\u00E4hlich w\u00E4chst er in die Rolle des \"der gemeinen Judischheit Befehlshaber in Teutschland\" hinein. Einen klaren Status hatte er in dieser Funktion allerdings nicht. Er wurde sogar einmal zu einer empfindlichen Geldstrafe durch das Reichskammergericht verurteilt, weil er sich in einer Eingabe an dieses Gericht als \"Regierer der gemeinen J\u00FCdischkeit\" bezeichnet hatte. Josels pers\u00F6nlichem Einsatz ist es zu verdanken, dass eine Reihe geplanter Ausweisungen von Juden aus St\u00E4dten und Gemeinden nicht ausgef\u00FChrt werden. Bemerkenswert ist aus der Sp\u00E4tphase seiner T\u00E4tigkeit, dass er im Jahr 1548 in einem Prozess, den er f\u00FCr die Juden der Stadt Colmar vor dem Reichskammergericht f\u00FChrte wegen des seiner Ansicht nach unzul\u00E4ssigen Marktverbotes der Stadt f\u00FCr die Juden damit argumentierte, den Juden stehe als \"civibus Romanis\" (\"r\u00F6mischen B\u00FCrgern\") wie den Christen der freie Zugang zu allen M\u00E4rkten im Reich zu. Am 20. Oktober 1520 erwirkt Josel von Rosheim anl\u00E4sslich der Kr\u00F6nung Karls V. zum Kaiser des Heiligen R\u00F6mischen Reiches Deutscher Nation in Aachen einen Schutzbrief f\u00FCr alle Juden des Reiches, in dem ihre durch Kaiser Maximilian I. zehn Jahre zuvor verliehenen Rechte best\u00E4tigt werden. W\u00E4hrend des Bauernkrieges beschlie\u00DFen 1525 els\u00E4ssische Bauern die Stadt Rosheim zu st\u00FCrmen. Was den beiden els\u00E4ssischen Reformatoren Wolfgang Capito und Martin Bucer nicht gelingt, erreicht Josel von Rosheim, er \u00FCberzeugt den Anf\u00FChrer der Bauern, Erasmus Gerber, in einer l\u00E4ngeren Disputation Stadt und Juden zu verschonen. Ganz im Gegensatz zum Sundgau, wo die aufst\u00E4ndischen Bauern die Vertreibung aller Juden fordern. Josel von Rosheim wird immer mehr zum Sprecher der gesamten Judenheit des Reiches, er wird zum Schtadlan, zum offiziellen, von den Gemeinden anerkannten Vertreter der Juden im Heiligen R\u00F6mischen Reich und in Polen. Als \"Regirer\" der Juden wird er auch von Gemeinden aus anderen Teilen Europas um Unterst\u00FCtzung gebeten. Der Erfolg bleibt ihm weiter treu. Am 18. Mai 1530 erlangt er von Kaiser Karl V. das Edikt von Innsbruck, das alle Rechte und Freiheiten, wie sie bei der Kaiserkr\u00F6nung in Aachen best\u00E4tigt wurden, erneut bekr\u00E4ftigt. Dar\u00FCber hinaus widerlegt Josel von Rosheim auf dem Reichstag in Augsburg 1530 in einer l\u00E4ngeren \u00F6ffentlichen Disputation den zum Christentum konvertierten Juden und Sohn des Rabbis von Regensburg, Anthonius Margaritha, in all seinen antij\u00FCdischen Anklagepunkten, so dass Margaritha den Reichstag verlassen muss. Doch das von Margaritha verfasste Handbuch \"Der gantze J\u00FCdisch Glaub\" wird in den n\u00E4chsten Jahrhunderten immer wieder genutzt, um antijudaistische Anschuldigungen zu begr\u00FCnden, ist es doch von einem konvertierten Juden verfasst. 1530 verliest Josel von Rosheim auf dem Reichstag \"im Namen der gesamten Judenheit\" seine Takkanot, d.h. \"Kommentare\", die besonders den Geldgesch\u00E4ften der Juden mit Christen einheitliche Regeln verleihen. So lassen sich eine Reihe antij\u00FCdischer Verordnungen, die den Juden Wucherzins und Geldbetrug vorwerfen, verhindern. In den n\u00E4chsten Jahren verteidigt er j\u00FCdische Gemeinden nicht nur in Deutschland, sondern auch in Ungarn, Prag, Italien und anderen Orten. Nachdem Martin Luther ihm die Unterst\u00FCtzung beim Kampf um die Aufhebung des kurf\u00FCrstlichen Ediktes der Ausweisung aller Juden aus Sachsen verwehrt und seit 1543 mit seiner Schrift \"Von den Juden und ihren L\u00FCgen\" offen gegen die Juden gerichtete Positionen einnimmt, orientiert sich Josel von Rosheim immer st\u00E4rker an den Positionen des katholischen Kaisers. Auch finanziell unterst\u00FCtzen die Juden die Politik des Kaisers. Im kaiserlichen Schutz sehen sie ihre einzige M\u00F6glichkeit, um in den Wirren von Reformation und beginnender Gegenreformation als j\u00FCdisches Volk zu \u00FCberleben. Es wird davon ausgegangen, dass Josel 1554 in Rosheim stirbt. Das kann jedoch nicht mit Bestimmtheit belegt werden, da in den Aufzeichnungen und \u00DCberlieferungen der j\u00FCdischen Gemeinde von Rosheim kein Hinweis auf eine Grabstelle zu finden ist. Mit dem Tode Josels von Rosheim verlieren die Juden in Deutschland ihren wichtigsten F\u00FChrer, so dass in den Folgejahren diese aktive Politik der j\u00FCdischen Gemeinden bei den kaiserlichen Beh\u00F6rden wieder zum Erliegen kommt."@de ,
		"Josel of Rosheim was the great advocate of the German and Polish Jews during the reigns of the Holy Roman Emperor Maximilian I and Charles V. His stature among the Jews, and the protected status he gained for himself and for the Jews within the Holy Roman Empire, rested in part on his skills as an advocate and in part from the Jewish role in financing the expenses of the emperor. Josel of Rosheim remains a major figure of the History of Jews in Alsace."@en ;
	rdfs:comment	"Josel of Rosheim was the great advocate of the German and Polish Jews during the reigns of the Holy Roman Emperor Maximilian I and Charles V. His stature among the Jews, and the protected status he gained for himself and for the Jews within the Holy Roman Empire, rested in part on his skills as an advocate and in part from the Jewish role in financing the expenses of the emperor. Josel of Rosheim remains a major figure of the History of Jews in Alsace."@en ,
		"Josel von Rosheim war Vertreter und Verteidiger der j\u00FCdischen Gemeinden in rechtlichen und religi\u00F6sen Angelegenheiten im Heiligen R\u00F6mischen Reich Deutscher Nation sowie in Polen in der ersten H\u00E4lfte des 16. Jahrhunderts. Seine Familie stammt wahrscheinlich aus dem franz\u00F6sischen Louhans. Zu einem seiner Vorfahren wird der ber\u00FChmte j\u00FCdische Leibarzt Kaiser Friedrich III."@de ,
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